Lidränder & Meibomdrüsen
Tixel bei trockenen Augen durch Meibomdrüsenstörung
Tixel ist eine Behandlung mit kurzen thermomechanischen Wärmekontakten an der Haut. Bei geeigneten Meibomdrüsenbefunden kann das Verfahren eingesetzt werden, um eine Verbesserung der Drüsenfunktion und der Tränenfilmstabilität zu unterstützen. Es arbeitet ohne Laser- oder IPL-Lichtimpulse.[1]
Bei MUNICH EYE prüfen wir zunächst, ob eine Meibomdrüsenstörung Ihre Beschwerden wesentlich mitverursacht und ob Tixel zu Ihrem Behandlungsziel passt.

Für welche Befunde Tixel infrage kommt
Eine Meibomdrüsenstörung kann dazu führen, dass der Tränenfilm zu schnell instabil wird. Brennen, Sandgefühl und schwankendes Sehen können dazugehören. Tixel wird im Zusammenhang mit dieser Form des trockenen Auges untersucht und eingesetzt.
Vor der Behandlung beurteilen wir Sekretabgabe, Lidränder und Augenoberfläche. Bei Bedarf ergänzen wir eine Meibographie. Die Darstellung der Drüsenstruktur hilft bei der Einordnung, ersetzt aber die Funktionsprüfung nicht.
Bei ausgeprägtem Tränenmangel, anderen Oberflächenerkrankungen oder erheblichen Drüsenverlusten muss geprüft werden, welche zusätzlichen oder anderen Maßnahmen sinnvoll sind.
Wie Tixel angewendet wird
Bei MUNICH EYE kommt für diese Behandlung das System Tixel i zum Einsatz.
Das Handstück überträgt Wärme in kurzen Kontakten auf definierte Hautbereiche. Behandlungsparameter, Schutzmaßnahmen und Kontaktstellen richten sich nach dem verwendeten System und dem medizinischen Protokoll. Eine kosmetische Anwendung mit anderen Einstellungen lässt sich nicht mit der Behandlung trockener Augen gleichsetzen.[1]
Vor Beginn besprechen wir Hautbefund, Vorbehandlungen und Medikamente. Während der Anwendung können Sie Wärme oder ein kurzes Stechen spüren. Die erforderlichen Schutzmaßnahmen gelten auch dann, wenn keine Lichtimpulse eingesetzt werden.
Wir planen die Termine und Kontrollen vorab. Die Behandlung der Augenoberfläche und die Pflege der Lidränder können parallel weiter erforderlich sein.
Welche Ergebnisse untersucht wurden
Eine randomisierte Studie verglich Tixel mit thermischer Pulsation mittels LipiFlow. Bei den untersuchten Patienten verbesserten sich Tränenfilmstabilität und Beschwerden. Für den primären Messwert war Tixel dem Vergleichsverfahren innerhalb der festgelegten Studiengrenze nicht unterlegen.[2]
Die Untersuchung verglich Tixel nicht mit IPL und belegt keine Überlegenheit gegenüber allen anderen Therapien. Ergebnisse eines bestimmten Geräts und Protokolls können nicht unverändert auf jede Tixel-Anwendung übertragen werden.
Risiken und Nachsorge
Die behandelte Haut kann vorübergehend gerötet, geschwollen oder empfindlich sein. Wärmebasierte Anwendungen können bei ungeeigneten Einstellungen oder unpassender Anwendung auch Hautschäden verursachen. Vorher besprechen wir die für Ihr System relevanten Risiken und die Pflege danach.[1]
Bei der Kontrolle interessiert uns, ob sich Ihre Beschwerden im Alltag verändert haben und wie Tränenfilm und Drüsenfunktion reagieren. Eine Verbesserung bedeutet nicht, dass vollständig verlorene Drüsen nachgewachsen sind.
Häufige Fragen zu Tixel
Was unterscheidet Tixel von IPL?
Tixel überträgt Wärme durch kurzen Kontakt mit der Haut. IPL verwendet Lichtimpulse. Welche Methode sich anbietet, hängt unter anderem von Drüsenfunktion, Entzündung und Hautbefund ab.
Kann ich nach Tixel auf Augentropfen verzichten?
Das lässt sich vorab nicht versprechen. Ob Sie weniger oder andere Tropfen benötigen, hängt vom Verlauf und von zusätzlichen Ursachen ab. Eine verordnete Therapie wird bei der Kontrolle gemeinsam angepasst.
Wie viele Sitzungen brauche ich?
Die Zahl richtet sich nach dem eingesetzten System und Ihrem Behandlungsplan. Studienprotokolle geben keine verbindliche Sitzungszahl für jeden Patienten vor. Wir erläutern Ihnen den vorgesehenen Umfang vor Beginn.
Was kostet die Behandlung?
Sie erhalten eine Kostenübersicht für die geplanten Leistungen einschließlich vorgesehener Kontrollen. Eine mögliche Erstattung wird gesondert geklärt.
Kosten und Erstattung →Alle Behandlungen →Termin vereinbaren →
Quellen

Medizinisch geprüft und freigegeben von Prof. h.c. mult. Dr. med. Amir-Mobarez Parasta (Autor und medizinische Prüfung). Stand: 20.10.2026
Lassen Sie die Ursachen Ihrer Beschwerden abklären.
In der Untersuchung klären wir, was hinter Ihren Beschwerden steckt, und besprechen mit Ihnen, welche Maßnahmen infrage kommen.