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Tränen erhalten

Punctum Plugs bei trockenen Augen

Punctum Plugs sind kleine Verschlüsse für die ableitenden Tränenwege. Sie begrenzen den Abfluss, damit vorhandene Tränen länger zur Benetzung beitragen können. Der Ansatz kann bei geeigneten Formen des trockenen Auges, insbesondere bei einem Mangel an Tränenflüssigkeit, sinnvoll sein.[1]

Bei MUNICH EYE stehen vorübergehende und längerfristige Varianten zur Verfügung. Welche davon passt, richtet sich nach Augenoberfläche, Tränenwegen und Behandlungsziel.

Eignung für Punctum Plugs prüfen lassen
Schematische Darstellung: Ein kleiner Silikonstöpsel im Tränenpünktchen verschließt den unteren Tränenabfluss – so bleiben vorhandene Tränen länger am Auge. Medizinische Illustration, vergrößert und vereinfacht.

Temporär oder längerfristig

Resorbierbare Plugs lösen sich nach einer vom Material abhängigen Zeit auf; manche Modelle sind für einen Zeitraum von etwa drei Wochen vorgesehen. Sie können einen vorübergehenden Tränenrückhalt ermöglichen und helfen, dessen Verträglichkeit zu beurteilen.

Nicht resorbierbare Plugs verbleiben länger. „Dauerhaft“ bedeutet bei solchen Modellen, dass sich das Material nicht von selbst auflöst. Es bedeutet weder eine garantierte lebenslange Verweildauer noch automatisch einen unumkehrbaren Eingriff. Die Möglichkeiten einer Entfernung hängen von Bauart und Lage ab.[1]

Bei MUNICH EYE stehen beide Varianten zur Verfügung – kurzzeitige und längerfristige Plugs. Welches Modell infrage kommt, hängt von Befund und Behandlungsziel ab.

Eine operative Verödung der Tränenpünktchen ist ein anderes Verfahren. Sie darf mit längerfristigen Plugs nicht gleichgesetzt werden.

Was wir vor dem Einsetzen prüfen

Wir untersuchen die Augenoberfläche und den Lidrand und beurteilen, ob die Tränenwege frei sind. Bei relevanter Entzündung wird geklärt, ob zunächst eine entzündungshemmende Behandlung erforderlich ist. Eine Infektion oder bereits gestörter Abfluss kann gegen einen zusätzlichen Verschluss sprechen.[2]

Bei überwiegender Meibomdrüsenstörung behandeln Plugs nicht unmittelbar die gestörte Sekretabgabe. Eine ergänzende Lidtherapie kann deshalb weiter nötig sein.

Untersuchung und Behandlungsplanung →

Wie das Einsetzen und die Kontrolle ablaufen

Nach Auswahl von Größe und Modell wird der Plug über das Tränenpünktchen platziert. Je nach Bauart sitzt er an der Öffnung oder tiefer im Tränenkanälchen. Wir besprechen vorher, welche Variante vorgesehen ist und wie ihre Lage kontrolliert wird.[1]

Im Verlauf beurteilen wir die Benetzung und fragen nach verändertem Tränen, Reizung oder Fremdkörpergefühl. Eine gute Verträglichkeit allein beweist noch keinen ausreichenden Nutzen; entscheidend ist auch, ob sich Ihre Beschwerden und Oberflächenbefunde verbessern.

Risiken und Grenzen

Ein Plug kann sich lösen, verrutschen oder am Auge reiben. Möglich sind verstärktes Tränen und Entzündungen der Tränenwege. Bei ungünstiger Lage kann eine Entfernung aufwendiger sein.[2]

Melden Sie zunehmende Schmerzen, Schwellung, Sekret oder eine Verschlechterung des Sehens zeitnah. Auch ein verlorener Plug sollte Anlass sein, die weitere Behandlung zu besprechen, statt ihn ungeprüft erneut einsetzen zu lassen.

Die Ergebnisse unterscheiden sich zwischen Patienten und Produkten. Ein Verschluss ersetzt die Behandlung zusätzlicher Ursachen nicht.

Häufige Fragen zu Punctum Plugs

Bei vielen Modellen ist das möglich. Wie die Entfernung erfolgt, hängt von Position und Produkt ab. Diese Frage besprechen wir bereits bei der Auswahl.

Nicht zwangsläufig. Welche Tränenwege einbezogen werden, richtet sich nach dem gewünschten Rückhalt und der individuellen Verträglichkeit.

Eine allgemeine Überlegenheit lässt sich nicht festlegen. Die Wahl berücksichtigt unter anderem Anatomie, gewünschte Dauer und bisherige Erfahrungen mit Tränenrückhalt.

Lacrifill als Gelanwendung →

Bei manchen Patienten kann sich der Bedarf verändern. Andere benötigen weiterhin Benetzung oder eine Entzündungsbehandlung. Das wird anhand des Verlaufs entschieden.

Kosten und Erstattung →Alle Behandlungen →

Kosten und Erstattung →Alle Behandlungen →Termin vereinbaren →

Quellen

  1. 1.American Academy of Ophthalmology: Punctal Plugs
  2. 2.TFOS DEWS II Management and Therapy (2017)
Porträt von Prof. h.c. mult. Dr. med. Amir-Mobarez Parasta: lächelnder Mann mit grauem Haar und Vollbart in weißem Hemd im Beratungsgespräch

Medizinisch geprüft und freigegeben von Prof. h.c. mult. Dr. med. Amir-Mobarez Parasta (Autor und medizinische Prüfung). Stand: 20.10.2026

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