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Augenoberfläche unterstützen

Amnionmembran mit therapeutischer Kontaktlinse

Eine Amnionmembran kann bei ausgewählten ausgeprägten oder anhaltenden Schäden der Augenoberfläche eingesetzt werden. Es handelt sich um aufbereitetes menschliches Gewebe, das die Heilung der Oberfläche unterstützen soll. Eine therapeutische Kontaktlinse kann dazu dienen, die Membran am Auge zu halten und die Oberfläche zu schützen.[1]

Bei MUNICH EYE wird diese Behandlung für besondere Befunde geprüft. Sie ist kein üblicher erster Behandlungsschritt bei gelegentlich trockenen Augen.

Oberflächenschäden augenärztlich beurteilen lassen
Schematische Darstellung: Die Amnionmembran liegt unter der therapeutischen Kontaktlinse auf der Hornhaut und soll die Heilung der Augenoberfläche unterstützen. Medizinische Illustration, vergrößert und vereinfacht.

Wann eine Amnionmembran infrage kommt

Eine mögliche Situation ist eine stark beeinträchtigte Augenoberfläche mit anhaltenden Heilungsproblemen des Hornhautepithels. Das Epithel ist die äußere Zellschicht der Hornhaut. Wenn es nicht ausreichend heilt, muss die Ursache genau untersucht und mitbehandelt werden.

Auch bei ausgewählten schweren Verläufen des trockenen Auges kann der Ansatz erwogen werden. Entscheidend sind Ausmaß der Schädigung, bisherige Maßnahmen und die Frage, ob eine Amnionmembran ein sinnvolles zusätzliches Ziel erfüllt.[2]

Wie die Behandlung grundsätzlich erfolgt

Nach der Untersuchung wird die für den Befund geeignete Membran auf die Augenoberfläche aufgebracht. Bei einer dafür vorgesehenen Versorgung wird sie mit einer therapeutischen Kontaktlinse gesichert. Das konkrete Produkt bestimmt die Anwendung und den vorgesehenen Zeitraum.[1]

Bei MUNICH EYE bleibt die Versorgung mit Membran und Kontaktlinse bis zu 21 Tage auf dem Auge. Während dieser Zeit werden begleitend Augentropfen angewendet.

Vorher erklären wir Ihnen, was während der Behandlung spürbar sein kann und wie Sie sich bis zur Kontrolle verhalten sollen. Gegebenenfalls werden weitere Medikamente verordnet. Die therapeutische Linse wird nicht wie eine gewöhnliche Alltagskontaktlinse eigenständig gewechselt.

Welche Rolle die Kontaktlinse hat

Die Kontaktlinse dient hier dem Schutz und der therapeutischen Versorgung. Sie ist keine Anpassung zur dauerhaften Korrektur Ihrer Fehlsichtigkeit. Membran und Linse können vorübergehend das Sehen verändern; deshalb besprechen wir auch Einschränkungen im Alltag und bei der Fahrtüchtigkeit.

Welche Maßnahmen danach nötig bleiben, hängt vom Heilungsverlauf ab. Eine geschlossene Oberfläche bedeutet nicht automatisch, dass die zugrunde liegende Ursache des trockenen Auges beseitigt ist.

Was über den Nutzen bekannt ist

Für ausgewählte Formen der Amnionmembranversorgung liegen klinische Untersuchungen vor. Eine randomisierte Studie verglich eine bestimmte Membran unter einer Spezialkontaktlinse mit der Spezialkontaktlinse allein. Solche Daten sind an das untersuchte Produkt, die Patientenauswahl und das Protokoll gebunden.[1]

Wir leiten daraus keine pauschale Erfolgsgarantie für jede Form trockener Augen ab. Bei Ihnen werden die Entwicklung der Oberfläche und die Beschwerden im Verlauf kontrolliert.

Risiken und notwendige Kontrollen

Fremdkörpergefühl, Reizung und zeitweise unscharfes Sehen können auftreten. Die Membran oder Kontaktlinse kann ihre Lage verändern. Auch eine Infektion muss bei Beschwerden unter einer therapeutischen Kontaktlinse ausgeschlossen werden.[2]

Zunehmende Schmerzen, Rötung, Lichtscheu oder eine neue Sehverschlechterung benötigen eine zeitnahe augenärztliche Beurteilung. Kontrolltermine sind Bestandteil der Behandlung. Bitte verändern Sie die Versorgung nicht ohne Rücksprache.

Häufige Fragen zur Amnionmembran

Bei der hier beschriebenen oberflächlichen Anwendung wird nicht die gesamte Hornhaut durch Spenderhornhaut ersetzt. Die Amnionmembran unterstützt die Versorgung der geschädigten Oberfläche.

Bei MUNICH EYE bleibt die Versorgung mit Membran und Kontaktlinse bis zu 21 Tage auf dem Auge. Begleitend werden Augentropfen angewendet. Den genauen Zeitraum und die Kontrollen legen wir vor der Behandlung fest und passen sie bei Bedarf an.

Häufig bleibt eine Behandlung der zugrunde liegenden Entzündung, Benetzungsstörung oder Lidproblematik erforderlich. Der weitere Plan richtet sich nach der Entwicklung Ihrer Augenoberfläche.

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Quellen

  1. 1.Travé-Huarte und Wolffsohn: Amnionmembran mit Spezialkontaktlinse. Medicina (2024)
  2. 2.Amnionmembranversorgung mit Verbandkontaktlinsen. Cornea (2024)
Porträt von Prof. h.c. mult. Dr. med. Amir-Mobarez Parasta: lächelnder Mann mit grauem Haar und Vollbart in weißem Hemd im Beratungsgespräch

Medizinisch geprüft und freigegeben von Prof. h.c. mult. Dr. med. Amir-Mobarez Parasta (Autor und medizinische Prüfung). Stand: 20.10.2026

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